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Beikost ist ein viel diskutiertes Thema und die wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf die richtige Nährstoffzufuhr entwickelt sich rasant. Deshalb gibt es viele unterschiedliche Meinungen und Empfehlungen zum Thema Beikost. In unserem Blogbeitrag haben wir Hebammen von Kinderheldin die aktuellsten Empfehlungen der Ludwig-Maximilian-Universität zusammengetragen. Und Dir noch ein besonderes Rezept für einen Brei zu Ostern beigefügt.

Allgemeine Handlungsempfehlung zur Einführung von Beikost

Wann soll mit Beikost begonnen werden?

Beikost sollte frühestens mit Beginn des 5. Monats, spätestens mit Beginn des 7. Monats eingeführt werden. Dieses empfohlene Zeitfenster für die Beikosteinführung gilt entgegen älterer Empfehlungen auch für allergiegefährdete Säuglinge und für die Einführung von Nahrungsmitteln, die möglicherweise Allergene enthalten, wie bspw Kuhmilch, Ei, Fisch, Gluten, Erdnüsse und Samen.

Abfolge, Auswahl und Art der Beikost

Der Brei, der zuerst eingeführt wird, sollte eine Mischung aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch sein. Grund dafür ist, dass durch diese Zusammensetzung das lebenswichtige Eisen aus der Nahrung bestmöglich aufgenommen wird. Im Abstand von jeweils einem Monat kannst Du Deinem Kind mit einem Milch-Getreide Brei und mit einen Getreide-Obst Brei jeweils eine weitere Milchmahlzeit ersetzen.

Was ist mit Fingerfood?

Anstatt Brei ausschließlich Fingerfood anzubieten wird von Experten aktuell nicht empfohlen, weil die benötigte Nährstoffe nicht ausreichend aufgenommen werden können. Aber selbstverständlich kannst Du mal Fingerfood, mal Brei und solange Dein Kind es möchte natürlich auch Muttermilch oder Pre-Milch geben.

Wenn Du erste feste Nahrung neben den Breimahlzeiten ausprobieren möchtest, solltest Du auf folgen achten:

  • Dass dein Kind deutliches Interesse an Deinem Essen zeigt, indem es beispielsweise danach greift.
  • Es die Nahrung selbst in die Hand nehmen und zum Mund führen kann.
  • Es mit wenig Unterstützung sitzen kann.
  • Der “Zungenstreckreflex”, mit dem feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund katapultiert wird, deutlich abgeschwächt oder verschwunden ist.
  • Dein Kind bereit zum Kauen ist.

Getränke

Spätestens zum Zeitpunkt der Einführung der dritten Breimahlzeit, dem Getreide-Obst-Brei, solltest Du Deinem Kind zusätzlich Wasser anbieten. 100-200 ml pro Tag sind empfohlen. Wasser ist dabei die erste Wahl. Du kannst zu besonderen Anlässen allerdings auch mal für Kinder geeignete ungesüßte Tees verwenden.

Süßkartoffelbrei

Osterrezept für einen Möhre-Süßkartoffel-Lamm-Brei

Das Rezept ergibt drei Portionen (einzelne Portionen können eingefroren werden) und ist für Kinder ab dem 5. Monat geeignet.

Zutaten:

  • 150 g Süßkartoffeln*
  • 300 g Möhre
  • 100 g Lammfleisch
  • Rapsöl o.ä.

Zubereitung:

Zubereitungsdauer: ca. 20 Minuten

Schneide das Lammfleisch in sehr kleine Würfel, gebe es mit etwas Wasser in einen Topf und lass es zugedeckt bei schwacher Hitze köcheln. In der Zwischenzeit schälst Du die Möhren und Süßkartoffeln, würfelst sie klein und gibst sie zu dem Lammfleisch dazu. Alles sollte mit Wasser bedeckt sein (fülle deswegen evtl. noch etwas Wasser nach).

Lass alles zugedeckt 12 Minuten lang köcheln und püriere anschließend alles (mit dem gesamten Kochwasser) zu einem feinen Babybrei.

Fertig!

Bevor Du den Brei fütterst, gib der einzelnen Portion je einen Esslöffel Rapsöl oder Beikostöl hinzu.

Guten Appetit und schöne Ostern wünscht Dir Dein Team von Kinderheldin

Hast Du Fragen zur Ernährung Deines Babys? Lass Dich direkt persönlich von einer unserer Hebammen beraten!

* Süßkartoffeln stammen botanisch aus einer anderen Familie als unsere Kartoffel und hat auch eine etwas andere Nährstoffzusammensetzung. Deshalb sollte sie die herkömmliche Kartoffel im Speiseplan deines Babys nicht ablösen.

christiane_hammerl
Jetzt live:Hebamme Christiane