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Unglaublich, aber wahr: Der erste Stuhlgang vom Baby ist schwarz wie Pech. Aber auch grüner und gelber Stuhl sind erstmal kein Grund zur Sorge.

Es ist eine der häufigsten Sorgen frischgebackener Eltern: “Der Windelinhalt sieht komisch aus. Ist mein Kind krank?” Tatsächlich ändert sich der Stuhlgang vom Baby in den ersten Tagen rasant. Gleichzeitig sind Konsistenz, Geruch und Farbe der Ausscheidung wichtige Indikatoren für den Gesundheitszustand des Kindes. Das führt zu berechtigten Fragen. Um in Zukunft für alle Fälle gerüstet zu sein, haben wir die wichtigsten Fakten zum Windelinhalt bei Säuglingen für Dich zusammengestellt:

Welcher Stuhlgang vom Baby ist normal?

Kindspech/Mekonium

Innerhalb der ersten 24 Lebensstunden hat der Stuhlgang vom Baby eine ziemlich ungewöhnliche Konsistenz und Farbe. Es ist eine schwarz-dunkelgrüne und klebrige Masse. Allerdings ist Kindspech geruchlos, weil es noch keine Darmbakterien enthält. Wann Dein Kind also gewickelt werden muss, erkennst Du während dieser Zeit nicht am Geruch. Das Mekonium klebt wie Pech -daher auch der Name- und lässt sich von der Haut am besten mit warmem Wasser abwaschen.
Mekonium entsteht durch die unverdaulichen Stoffe (wie z.B. abgestorbene Hautzellen, Käseschmiere, kleine Härchen vom Babyflaum), die Dein Baby im Mutterleib mit dem Fruchtwasser aufnimmt. Zusammen mit Darmschleim und Gallenflüssigkeit, die für die dunkle Färbung sorgt, entsteht dann das Mekonium.

Übergangsstuhl

Zwischen dem 2. und dem 4. Lebenstag verändert sich der Stuhlgang vom Baby und wird heller, gelbgrün bis braun und cremiger. Er besteht dann eben aus einer Mischung aus Mekoniumresten und der aufgenommenen Nahrung, Muttermilch oder Ersatznahrung.

Muttermilchstuhl

Ab dem 5. Lebenstag wird der Stuhl bei Deinem voll gestillten Kind goldgelb und weich bis flüssig und enthält kleine Krümel. Viele Eltern denken, dass ihre Kinder Durchfall haben, aber die flüssige Konsistenz ist ganz normal. Der gesunde Stuhl sieht dann eher aus wie ein Klecks Dijon-Senf mit Sesamkörnchen darin. Muttermilchstuhl stinkt nicht, sondern riecht säuerlich, da der Darm nur von Bifidus-Bakterien besiedelt ist.

Stuhl bei künstlicher Säuglingsnahrung

Wenn Dein Baby nicht gestillt, sondern mit Ersatznahrung gefüttert wird, ist der Stuhl hellgelb bis lehmbraun und hat eine pastenartige Konsistenz, ähnlich wie Erdnussbutter. Dabei riecht er deutlich strenger als der säuerliche Muttermilchstuhl, weil der Darm durch die Zusammensetzung der Ersatznahrung, rascher von Kolibakterien besiedelt wird, die für den besonderen Duft verantwortlich sind. Nicht gestillte Kinder haben 2 – 3 mal täglich die Windeln voll.

Hilfe – Mein Kind hat gar keinen Stuhlgang

Wenn Du Dein Baby voll stillst, kann es durchaus vorkommen, dass es nur bis zu einmal in 10 bis 14 Tagen oder noch seltener Stuhlgang hat. Dies ist kein Zeichen für Verstopfung, sondern liegt an der vollständigen Verwertung der Muttermilch. Nichtsdestotrotz sollte Dein Baby innerhalb von 24 Stunden, sechs bis acht nasse Windeln haben. Wenn Dein Baby sich sichtlich wohlfühlt und gut gedeiht, gibt es dann keinen Anlass zur Sorge.

Veränderungen

Wenn Dir beim Wickeln jetzt noch irgendetwas komisch vorkommt und du Abweichungen von dem Beschriebenen feststellst, beobachte, wie sich Dein Kind verhält und berate Dich z.B. mit einer Kinderheldin.

Wir wünschen Dir eine wundervolle Zeit mit Deinem Kind.
Dein Team von Kinderheldin

Hast Du Fragen zur Verdauung Deines Babys oder willst wissen, was Du gegen Blähungen oder Bauchweh beim Baby machen kannst? Frage einfach eine unserer Hebammen bei Kinderheldin und lass Dich persönlich beraten!

christiane_hammerl
Jetzt live:Hebamme Christiane