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Mit diesem Beitrag wollen wir Dir aufzeigen, dass Stillen nicht schmerzhaft sein soll. Wir haben Dir die häufigsten Gründe für schmerzende Brustwarzen beim Stillen zusammengestellt, damit Du diese selbst überprüfen kannst.

Unsere Erfahrungen mit Schmerzen beim Stillen

Immer wieder begegnen uns Frauen in der Wochenbettbetreuung mit der Überzeugung, dass Stillen anfangs weh tut und dies auch ganz normal sei. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass sich die Brustwarzen abhärten müssen und man da als Frau einfach durch muss.

Wir haben viele Frauen während der Stillzeit begleitet, uns untereinander ausgetauscht, und sagen entschieden “NEIN zu schmerzenden Brustwarzen!!!”

Das Stillen soll eine gute Erfahrung sein, gerade am Anfang, wo sich Mutter und Kind erstmal aufeinander einstimmen müssen und das Stillen von beiden Seiten erst gelernt wird. Gerade in diesem Lernprozess ist es wichtig, keine schmerzhaften Erfahrungen zu machen.

Wenn Dir das Stillen weh tut, dann nimm es nicht einfach hin, sondern suche die Ursache. Stille auf keinen Fall so weiter oder beiße die Zähne zusammen und halte den Schmerz aus. Auch nicht in den ersten Stunden oder Tagen.

Wie das Stillen gelingt: Anlegetechnik und Stillposition

Die beiden häufigsten und wichtigsten Ursachen für wunde Brustwarzen sind eine ungünstige Anlegetechnik und Stillposition.
Bei beiden gelangt die Brustwarze nicht tief genug in den Mund des Kindes. Die Brustwarze wird dann durch das beim Saugen entstehende Vakuum sowie durch Reibung und Quetschung im kindlichen Mund zu stark und falsch belastet. Das führt zu Verletzungen des Brustwarzengewebes.
Wenn also Schmerzen beim Anlegen auftreten, überprüfe immer zunächst, wie Dein Kind “angedockt” hat. Korrigiere beides, indem Du Dein Kind noch mal von der Brust löst. Hierfür führst du am Besten Deinen Finger in den Mundwinkel Deines Kindes und löst dadurch das Vakuum.

Sollten die Schmerzen weiterhin auftreten, könnte auch einer der folgenden, allerdings sehr seltenen Ursachen, Grund dafür sein:

Anatomie des kindlichen Mundes

Besonderheiten im Mund des Babys, wie etwa ein zu kurzes Zungen- oder Lippenbändchen, eine besondere Gaumenform oder ein ausgerenktes Kiefergelenk können der Grund für die Fehlbelastung der Brustwarzen sein.

Schmerzende Brustwarzen durch falsch erlernte Saugtechnik

Wenn Babys als erstes mit der Flasche gefüttert werden, kann es passieren, dass sie sich eine andere Saugtechnik angewöhnen, die dann an der Brust nicht mehr richtig funktioniert. Das Trinken an der Flasche erfordert nämlich eine andere Technik als das Trinken an der Brust.

Pilzinfektion der Brustwarzen

Bei einer Pilzinfektion der Brustwarzen handelt es sich um eine oberflächliche Infektion, die sowohl die Haut der mütterlichen Brust als auch die Mundschleimhaut des Kindes betreffen kann. Nicht immer sind bei beiden (Mutter und Kind), Symptome zu beobachten. Behandelt werden aber trotzdem immer beide, um einen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden.

Bei einer Pilzinfektion schmerzen die Brustwarzen ähnlich wie beim Wundsein. Oftmals geht auch beides gemeinsam einher, weil durch die wunden Brustwarzen Bakterien leicht in die Wundfläche eindringen können. Eine Unterscheidung ist für einen Laien oft schwierig. Daher im Zweifel Euren Frauenarzt befragen.

Stillen soll Spaß machen

Stillen ist eine ganz natürliche Sache, die gerade zu Beginn Übung erfordert und erlernt werden muss. Aber im Prinzip soll es allen Beteiligten Spaß machen. Um einen guten Start in die Stillbeziehung zu gewährleisten, empfehle ich Dir, Dich schon am Ende Deiner Schwangerschaft zu diesem Thema beraten zu lassen. Gerne unterstützt Dich auch das Team von Kinderheldin beim Stillen oder berät Dich im Vorfeld dazu.

Wir wünsche Dir eine entspannte Stillzeit.

Dein Team von Kinderheldin

Hast Du weitere Fragen zu diesem Thema? Vereinbare einen Chat oder ein Telefonat bei Kinderheldin und lass Dich persönlich von uns beraten!

christiane_hammerl
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