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Sport und Bewegung sind elementar für eine gute Gesundheit und für’s Wohlbefinden. Auch in der Schwangerschaft solltest Du darauf nicht verzichten. Wenn Du auch schon vor der Schwangerschaft sportlich aktiv warst, dann solltest du das unbedingt beibehalten.
Und wenn Du ein Sportmuffel bist, motivieren Dich die körperlichen Veränderungen, wie z.B. Rückenschmerzen, ja vielleicht dazu, sogar mit einem gezieltem Sportprogramm zu beginnen. Auch das ist möglich. Voraussetzung für alle folgenden Tipps ist allerdings, dass es sich bei Dir nicht um eine Risikoschwangerschaft handelt. In diesem Fall solltest Du mit Deinem Arzt Rücksprache über Deine sportlichen Aktivitäten halten.

1. Sport in der Schwangerschaft wirkt Risiken entgegen

In Bewegung zu bleiben, hilft, Risiken für Komplikationen zu verringern. Frauen, die in der Schwangerschaft Sport treiben, nehmen seltener übermäßig zu und entwickeln seltener eine Schwangerschaftsdiabetes.
Fit zu sein hilft auch bei der Geburt. So unterstützt das bewusste und tiefe Atmen sportlicher Frauen die Geburt, und ein gutes Körperbewusstsein verringert sogar das Risiko für Wochenbettdepressionen.

2. Diese Sportarten sind eher gefährlich

Viele Frauen können auch in der Schwangerschaft den Sport weiter betreiben, den sie gewohnt sind. Da sich das Herz-Kreislaufsystem schon zu Beginn der Schwangerschaft umstellt, sind jedoch Tiefseetauchen oder Wandern über 2500m NN nicht gut geeignet, um fit zu bleiben. Bei Klettern und Skifahren ist das Verletzungsrisiko im Bauchbereich nicht zu unterschätzen.
Sit-ups oder Crunches sind für Schwangere auch nicht besonders gut geeignet, weil dabei Druck auf den Beckenboden ausgeübt wird, der durch die Schwangerschaft ohnehin schon stark belastet wird. Auch Übungen in Rückenlage werden mit zunehmendem Bauchumfang allgemein nicht empfohlen: In Rückenlage kann die Gebärmutter die untere Hohlvene abdrücken und es kommt zur Behinderung des Rückflusses des Blutes zum Herzen. Dies wird allerdings zügig behoben, indem Du Dich schnell auf die linke Seite drehst.

3. Ideal sind sanftes Kardio- und Kräftigungstraining oder Wassergymnastik

Pilates und Yoga wirken kräftigend und mobilisierend, außerdem wird die Körperwahrnehmung geschult. Nordic Walking ist empfehlenswert, weil es die gesamte Muskulatur trainiert, ohne den Beckenboden zu beanspruchen. Leichtes Radfahren ist ebenfalls positiv zu bewerten. Als Faustregel für die Intensität des Trainings gilt: Du solltest Dich während der Bewegungen noch unterhalten können. Sportarten im Wasser wirken der Entwicklung von Ödemen (Wassereinlagerungen im Gewebe) entgegen und sind deshalb empfehlenswert.

4. Fußtraining gegen Rückenschmerzen?

Durch die Gewichtszunahme, die Hormonveränderungen und die Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft senkt sich bei vielen Frauen das Fußgewölbe, so dass die Füße nach der Schwangerschaft oft größer wirken. Die Folge sind häufig Rückenschmerzen. Kräftigungsübungen oder Massagen speziell für die Füße helfen, die Fußmuskulatur anzuregen und Beschwerden zu lindern.

Egal, für welche Sportart Du Dich entscheidest, hab Spaß bei der Bewegung und mache, was Dir guttut. Das Team von Kinderheldin wünscht Dir eine aktive und gesunde Schwangerschaft!

Hast Du eine Frage zum Thema? Vereinbare einen Chat oder ein Telefonat bei Kinderheldin und lass Dich persönlich von uns beraten!

 

christiane_hammerl
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