Lohnt sich Hypnobirthing?

Rätselst du auch schon um den Ablauf deiner Geburt? Das ist ganz normal, allen Schwangeren geht es so. Und nicht jede Frau sieht diesem Ereignis mit uneingeschränkter Freude entgegen. Vielleicht machst du dir Sorgen, fühlst du dich verunsichert oder hast noch nicht das passende Konzept gefunden, dass zu dir und deiner Vorstellung von einer friedlichen und natürlichen Geburt passt.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem sogenannten Hypnobirthing. Auch wenn der Begriff bereits erahnen lässt, was sich dahinter verbirgt, werden wir deine Fragen ausführlich beantworten, um dir ein umfassendes Bild der sich wachsender Beliebtheit erfreuenden Methode zu vermitteln.

  • Hypnobirthing existiert seit den 1980ern

  • Es beruht auf der These, dass Frauen in der Erwartung großer Schmerzen nicht entspannen können.

  • So ergab sich eine Anleitung zur Selbsthypnose und Entspannung.

  • Es begleitet Schwangere schon vor und noch nach der Geburt.

  • Hypnobirthing kann Ängste in Selbstvertrauen verwandeln.

Aber zuerst: Was ist Hypnobirthing?

Wie du dir wahrscheinlich bereits gedacht hast, hat Hypnobirthing etwas mit einer Art Hypnose zu tun. Die Hypnose ist eine Technik, mit deren Hilfe Menschen in einen anderen Bewusstseinszustand versetzt werden können. In der Medizin wird diese Technik in verschiedenen Bereichen angewandt. Beispielsweise in Kombination mit der Betäubung während Operationen oder als schmerztherapeutisches Verfahren.

Aber wie funktioniert das während der Geburt? Tatsächlich beginnt die Wirkung des Hypnobirthing bereits vor der Geburt selbst und dauert über sie hinaus an. Aber beginnen wir am Anfang.

In einem Geburtsvorbereitungskurs werden von den werdenden Müttern Techniken der Selbsthypnose erlernt. Diese werden ihnen von ausgebildeten Hebammen mit Zusatzqualifikationen vermittelt. Ziel dieser Selbsthypnose ist die Empfindung einer tiefgreifenden, wohligen Entspannung, einer inneren Ruhe. Das kann dich mit einer neuen, positiveren Energie ausstatten und mögliche Ängste früher lösen.

Während der Geburt wendest du die erlernten Entspannungsübungen selbst an und kontrollierst deine Schmerzen mit speziellen Atemübungen, die du im Kurs gelernt hast. Du musst dir keine Sorgen machen, dass dein Bewusstseinszustand das Erleben der Geburt beeinflusst oder verfälscht. Du nimmst die Geburt deines Kindes bei vollem Bewusstsein wahr.

Laut Marie F. Mongan, der Schöpferin der Hypnobirthing Methode, trägt die Geburt unter Selbsthypnose zu einer noch intensiveren Bindung zu deinem Baby bei, da du dich nach der Geburt schneller erholen und das Erlebte positiver wahrnehmen kannst.

Lohnt sich Hypnobirthing?

Das Hypnobirthing vereint viele tolle Vorteile miteinander. Gerade für Schwangere, die die Geburt mit gemischten Gefühlen betrachten, kann ein Hypnobirthing-Kurs genau der richtige Ort sein, um Ängsten Ausdruck zu verleihen. Noch wichtiger ist jedoch, dass dort über sie gesprochen wird und sich deine Ängste bestenfalls in Selbstvertrauen verwandelt haben. Denn das ist eines der erklärten Ziele dieser Technik. Auch wenn deine Geburt später anders verlaufen sollte, können dir Atemübungen vorher schon eine ruhigere Zeit in der Schwangerschaft geben.

Loslassen
Wir alle beherbergen in unserem Körper die Erinnerungen an negative Erfahrungen. Diese gilt es loszulassen, damit sie Platz machen für positive Gedanken. Dieser Prozess hilft dir nicht nur in Vorbereitung auf die Geburt, sondern kann dich in deinem ganzen Leben unterstützen. Du kannst das Gelernte immer wieder ver- und anwenden.

Uns ist wichtig, dir an dieser Stelle den Rat mitzugeben, dich bei Fragen, Sorgen und Ängsten vertrauensvoll an deine Hebamme zu wenden. Sie kann am besten auf dich eingehen und mit dir zusammen herausfinden, was das Beste für dich und dein Baby ist.

Das unterscheidet Hypnobirthing von einer "normalen" Geburt

Indem du dich für Hypnobirthing entscheidest, entscheidest du dich gleichzeitig für eine Vorbereitung auf alle Eventualitäten. Denn alles, was du in den Kursen lernst, kannst du zu jeder Zeit und an jedem Ort anwenden. Du bringst die Technik mit und brauchst niemanden, der dich anleitet. Natürlich ist es schön, wenn dein*e Partner*in ebenfalls am Kurs teilgenommen hat und dir während der Geburt eine Stütze ist, die dich an Techniken und Übungen erinnert, aber das Wesentliche bringst du in dir mit. Du fühlst dich besser vorbereitet und kannst dich selbst beruhigen.

Auch wenn Hypnobirthing keine absolut schmerzfreie Geburt verspricht, so kann es doch dazu führen, dass die Geburtsdauer sich durch die Entspannung der werdenden Mutter verkürzt. Das wiederum kann zu einer schnelleren Erholung führen.

Wie du siehst ist Hypnobirthing mehr als nur etwas, das während der Geburt Anwendung findet. Vielmehr handelt es sich um ein Konzept, dass die Schwangerschaft und das Wochenbett mit einschließt und dir als werdender Mutter das richtige Werkzeug in die Hand gibt, um mit Unsicherheit, Ängsten und Schmerz umzugehen.

Mehr zu Hypnobirthing

Wir sind für dich da.

Weitere Themen für werdende Eltern Schwangerschaft

Brauche ich eine Hebamme?

Brauche ich eine Hebamme?

Windeltorten - der Hingucker auf jeder Babyparty

Windeltorten - der Hingucker auf jeder Babyparty

Corona mit Kind und in der Schwangerschaft - was sollte ich wissen?

Corona mit Kind und in der Schwangerschaft - was sollte ich wissen?